{"id":265,"date":"2025-09-30T06:26:22","date_gmt":"2025-09-30T06:26:22","guid":{"rendered":"https:\/\/offeneszelt.com\/?p=265"},"modified":"2026-04-16T06:22:08","modified_gmt":"2026-04-16T06:22:08","slug":"meine-suchtgeschichte-teil-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/offeneszelt.com\/?p=265","title":{"rendered":"Meine Suchtgeschichte \u2013 Teil 2"},"content":{"rendered":"\n<p>Was Drogen mit mir, f\u00fcr mich und aus mir gemacht haben\u2026 Wie du aus Teil 1 weisst, spielten und spielen verschiedene Substanzen in meinem Leben eine Rolle\u2026 wenn du Teil 1 noch nicht gelesen hast, w\u00e4re es wohl f\u00fcr das Gesamtbild hilfreich, wenn du ihn zuerst liest&#8230; guckst du da: <a href=\"https:\/\/offeneszelt.com\/?p=245\">Meine Suchtgeschichte \u2013 Teil 1 &#8211; Goldener K\u00e4fig, offenes Zelt<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>\u2026here we go\u2026<\/p>\n\n\n\n<p>K\u00fcrzlich hatte ich ein Gespr\u00e4ch mit einer sehr guten Freundin\u2026 die zuf\u00e4lligerweise auch meine Coiffeuse ist (f\u00fcr die Deutschen; Friseurin)&#8230; Ich sagte, mehr im Scherz, zu ihr:<\/p>\n\n\n\n<p><em>Kokain hat es mir erm\u00f6glicht, meine sexuellen Abartigkeiten zuzulassen und auszuleben. MDMA erm\u00f6glichte mir, zu sehen, welche Pr\u00e4gungen und Traumata zu diesen \u00abAbartigkeiten\u00bb gef\u00fchrt haben\u2026 und LSD hat das Problem einfach aufgel\u00f6st.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>\u2026doch wir alle wissen, dass in jedem Scherz 90% Wahrheit stecken. Immer! Und das war der eigentliche Grund, wieso ich diese Artikelreihe schreibe\u2026 die Inspiration dazu\u2026 wir steigen direkt ein. Schau, dass du gut im Sattel sitzt, es wird ein wilder Ritt!<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Wer bin ich und wo komme ich her&#8230;?<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Ich bin in einem \u00abschwierigen\u00bb Elternhaus aufgewachsen. Das f\u00fchre ich hier nur kurz und oberfl\u00e4chlich zum allgemeinen Verst\u00e4ndnis aus \u2013 ich k\u00f6nnte B\u00fccher dar\u00fcber schreiben. Wir waren neuapostolisch und von daher schon mal eine ordentlich verkorkste Familie. Meine Mutter war schwer depressiv. Durch ihre kindliche\u2026 famili\u00e4re Pr\u00e4gung war\u2026 ist sie jedoch so gestrickt, dass sie Schw\u00e4che nie zeigt. Sie zeigte nie, wenn es ihr nicht gut geht. Doch das forderte ihren Tribut, unter anderem litt sie lange unter krasser Neurodermitis. Der Vater, ein Mensch voller Minderwertigkeitskomplexe. F\u00fcr meine Mutter das dritte Kind im Haus. Wir, mein Bruder und ich, waren f\u00fcr ihn eine Konkurrenz. Er war eigentlich allen im Haus unterlegen. Der Teppichklopfer war ein Erziehungsinstrument, das er gerne einsetzte. Meine Mutter hat das alles nicht mitgekriegt&#8230; oder nur teilweise\u2026 konnte sie auch gar nicht, sie f\u00fchrte ihren eigenen \u00dcberlebenskampf. Sie war physisch f\u00fcr uns da und war immer wahnsinnig stark. Doch emotional nicht zug\u00e4nglich&#8230;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>-> Meinen Eltern mache ich keinerlei Vorw\u00fcrfe, sie sind nicht freiwillig so geworden, wie sie sind. Und an dich, Mami: ich liebe dich aus tiefstem Herzen! ICH habe mir dich ausgesucht und das aus gutem Grund!<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Vor einigen Monaten bin ich mit der Literatur von Dr. Gabor Mat\u00e9 in Kontakt gekommen. Gabor Mat\u00e9 ist Arzt und renommierter Experte f\u00fcr Trauma, Sucht, Stress und (fr\u00fch-) kindliche Entwicklung. Falls du selber von diesen Themen betroffen bist\u2026 nein, auch wenn du es nicht bist\u2026 kann ich dir seine Literatur w\u00e4rmstens empfehlen. Ich habe seine B\u00fccher verschlungen. Dadurch wurde mir sehr vieles klar. Unter anderem:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Wie sich die emotionale Verfassung der Eltern auf das Kind auswirkt, und zwar auch und vor allem bereits w\u00e4hrend der Schwangerschaft.<\/li>\n\n\n\n<li>Was \u00fcberhaupt alles als Trauma bezeichnet werden kann (er beschreibt das Trauma mit kleinem t und das mit grossem T).<\/li>\n\n\n\n<li>Wie sich (fr\u00fchkindliche) Traumata auf die Stresstoleranz eines Menschen auswirken<\/li>\n\n\n\n<li>Wie Traumata Krankheiten und S\u00fcchte beg\u00fcnstigen k\u00f6nnen<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>\u2026das w\u00e4re nur mal ein ganz grober \u00dcberblick. Ich will hier aufzeigen, was mir klar wurde\u2026<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>THC, Nikotin und Alkohol\u2026<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>\u2026unterdr\u00fccken Emotionen. Ja! Tun sie! Der Kiffer wird das vehement abstreiten. Stimmt aber trotzdem. Und das war mein Segen. Denn durch das Kiffen habe ich mich vor der Emotion meiner Eltern gesch\u00fctzt. Dadurch habe ich mich von der Depression meiner Mutter abgegrenzt. Das ist mir mittlerweile v\u00f6llig klar. Wie gesagt, ich kann hier nicht die ganzen B\u00fccher von Gabor Mat\u00e9 zitieren, es ist lediglich ein Blogbeitrag.<\/p>\n\n\n\n<p>Was mir aber noch nicht klar ist\u2026 und das ist sehr spannend und wird mir jetzt hier in dem Moment beim Schreiben klar\u2026 ich habe keine klare Erinnerung mehr an die Teppichklopfer-Sessions mit meinem Vater. Mein Bruder schon. Er kann sich sehr gut erinnern. Ich erinnere mich nur an einen Moment, das war als mein Bruder und ich mit heruntergelassener Hose vor dem Bett kniend darauf warteten, dass er mit dem Teppichklopfer ins Zimmer kommt. Ich sehe uns von aussen, nicht aus meiner Ich-Perspektive. Und das ist etwas, das viele Traumapatienten berichten, dass sie das Erlebte aus einer externen Perspektive erinnern. Dass sie ihren K\u00f6rper w\u00e4hrend dem Erlebnis verlassen hatten. Ich habe \u2013 w\u00e4hrend ich das schreibe \u2013 zum ersten Mal Tr\u00e4nen in den Augen, wenn ich daran denke. Bisher redete ich immer v\u00f6llig n\u00fcchtern dar\u00fcber. Diese Erinnerung und die damit verbundene Emotion ist irgendwo tief in mir vergraben und abgeschnitten. DAS ist Trauma. Eine vernarbte Wunde. Narbengewebe ist hart und undurchl\u00e4ssig. Das Narbengewebe ist aber bereits weicher geworden\u2026 sp\u00e4ter mehr dazu. Wir bleiben noch etwas beim Kiffen.<\/p>\n\n\n\n<p>Wenn ich kiffe\u2026 damit meine ich die Phasen, in denen ich kiffe\u2026 kiffte\u2026 waren auch Phasen, in denen ich zu depressiven Verstimmungen neigte. Phasen in denen ich eher unsicher und \u00e4ngstlich war. In denen ich meine Grenzen nicht zog. In denen ich mir alles gefallen liess, um nicht jemanden zu ver\u00e4rgern\u2026 um ganz sicher akzeptiert zu werden (auch das ist etwas das Gabor Mat\u00e9 ausf\u00fchrlich beschreibt; der Konflikt des Kindes zwischen Authentizit\u00e4t und Akzeptanz \u2013 das eigentliche Hauptthema meines Blogs).<\/p>\n\n\n\n<p>Wenn ich nicht kiffe, bin ich der lebensbejahende, fr\u00f6hliche und energiegeladene Mensch, der ich eigentlich zu sein glaube. Dann werde ich aktiv, kreativ\u2026 und es entsteht ein neues Ich. Und das macht mir manchmal Angst. Hast du meinen Blogbeitrag zur \u00abReise\u00bb gelesen? <a href=\"https:\/\/offeneszelt.com\/?p=206\">Eine kleine Reise, allein, zu Hause\u2026 &#8211; Goldener K\u00e4fig, offenes Zelt<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Aktuell bin ich seit 9 Tagen clean. Ich f\u00fchle so vieles\u2026 mein Kopf ist so klar wie noch nie\u2026 ich schreibe einen Blogbeitrag nach dem anderen und habe bereits die n\u00e4chsten 20 Beitr\u00e4ge im Kopf parat. Es ist wundervoll. Ich habe Energie. Und zum ersten Mal in meinem Leben, verwende ich diese Energie nicht in v\u00f6llig \u00fcbertriebenem Sport der \u2013 wie ich auch schon ausgef\u00fchrt habe \u2013 genau so ein Suchtmechanismus ist, wie THC und Nikotin&#8230; und die \u00fcbertriebene Identifikation mit pathologischen sexuellen Neigungen.<\/p>\n\n\n\n<p>Fazit zum THC: Das hatte in der Vergangenheit einen Nutzen \u2013 jetzt h\u00e4lt es mich h\u00f6chstens in der Vergangenheit fest. Ich darf es loslassen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Kokain<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Das ist hier keine wissenschaftliche Abhandlung, sondern ich gebe meine pers\u00f6nliche Erfahrung wieder. Ich halte Kokain f\u00fcr eine der gef\u00e4hrlichsten Substanzen \u00fcberhaupt. Im dritten Teil dieser Reihe werde ich darauf genauer eingehen.<\/p>\n\n\n\n<p>Sie hat mir aber auch etwas gebracht. Ich konnte meine sexuellen Neigungen, die ich bis dahin tief in mir versteckt hatte\u2026 die ich sogar vor mir selbst versteckt hatte \u2013 ich habe mir zwischendurch erlaubt, mir auf diese Phantasien einen runterzuholen, es dann aber sofort wieder voller Scham verdr\u00e4ngt \u2013 auf ein Mal akzeptieren. Ich konnte auf Koks sogar mit Lily dar\u00fcber reden, obwohl f\u00fcr sie sexuell devote M\u00e4nner ein no-go waren\u2026 M\u00e4nner in Frauenkleidung erst recht. Und dennoch. Ich wusste, dass das etwas ist, das irgendwann raus musste. Ich wusste damals noch nicht, dass es etwas Pathologisches ist\u2026 dass das ein Ausdruck eines Traumas ist. Ich wusste nur, dass es ein Teil von mir ist, der irgendwie, irgendwann gesehen werden musste (damals noch in dem Sinne, dass diese Neigung in der Beziehung ausgelebt werden k\u00f6nnen muss).<\/p>\n\n\n\n<p>Durch Kokain war ich angstfrei genug und selbstsicher, sodass ich das Lily gegen\u00fcber aussprechen konnte. Und sie hat mir zugeh\u00f6rt. Sie konnte sogar Gefallen daran finden. Und so konnten wir anfangen, das gemeinsam auszuleben\u2026 oder es zumindest zu versuchen. Und immer und immer wieder dar\u00fcber reden\u2026 tiefer und tiefer. mit der Zeit sogar ohne Koks. Und so konnten wir etwas ans Licht holen, das sonst niemals gesehen worden w\u00e4re. Und das hat schlussendlich dazu gef\u00fchrt, es anzuschauen, kennenzulernen\u2026 es hat Raum gekriegt. Und das hat schlussendlich weitere T\u00fcren ge\u00f6ffnet. Denn, solange ein Trauma gar nicht im Bewusstsein ist, kann es ja auch nicht \u00abbearbeitet\u00bb werden, k\u00f6nnen die Hintergr\u00fcnde\u2026 der Ursprung davon auch nicht erkannt werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Aber! Koks verst\u00e4rkt nach meiner Erfahrung das Ego\u2026 die Pers\u00f6nlichkeitsstruktur\u2026 und damit auch die pathologischen Aspekte. Auf Koks dachte ich, ich k\u00f6nnte jetzt definitiv und f\u00fcr immer der feminisierte, keuschgehaltene Cuckold bleiben. Und das akzeptieren. Gut finden. Wir blieben immer jeweils einige Wochen in diesem \u00abSpiel\u00bb\u2026 doch es waren immer finstere Zeiten, in denen alles andere im Leben an Stellenwert verlor. Der Sport, die Kinder\u2026 alles r\u00fcckte in den Hintergrund. Irgendwann trat Lily immer ganz automatisch auf die Bremse, weil sie die pathologischen Aspekte dieser Neigung erkannte. Das l\u00f6ste in mir im ersten Moment jeweils grosse Frustration aus\u2026 doch es war zugleich ein Erwachen aus einem finsteren Traum.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich sehe unterdessen in sexuellen Neigungen ein Instrument zur Pers\u00f6nlichkeitsentwicklung. Sexuelle Neigungen k\u00f6nnen Verdr\u00e4ngtes ans Licht holen und somit Heilung bewirken. Dazu werde ich auch noch ausf\u00fchrlich schreiben\u2026 dies ist nicht der Post daf\u00fcr.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>MDMA<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Meine Lieblingssubstanz und diejenige, auf die ich nie verzichten wollen w\u00fcrde. Auch wenn ich sie eigentlich nicht mehr brauche, da sie ihren Dienst f\u00fcr mich getan hat\u2026 wobei, es gibt noch mehr aufzur\u00e4umen\u2026<\/p>\n\n\n\n<p>MDMA wird in der Traumatherapie wieder erforscht, da die Substanz dazu f\u00fchrt, dass die Patienten \u00fcber ihre traumatischen Erlebnisse sprechen k\u00f6nnen\u2026 oder sich \u00fcberhaupt damit besch\u00e4ftigen k\u00f6nnen, ohne von den damit verbundenen Emotionen \u00fcberw\u00e4ltigt zu werden und sich wieder abzukapseln. Das mal sehr vereinfacht dargestellt, wer wirklich mehr wissen will, findet selber eine F\u00fclle an Informationen im Netz.<\/p>\n\n\n\n<p>Es ist sicher nicht der richtige Weg, dies als Selbstmedikation anzuwenden\u2026 und doch hat es mir aufgezeigt, woher diese Neigungen kommen. Es hat mir Zugang zu meinen verborgenen\u2026 verdr\u00e4ngten Emotionen verschafft. Ich konnte in die Rolle gehen, die mit dieser Neigung verbunden ist und mich quasi \u00abdarin umsehen\u00bb. Schauen was diese Neigung verursacht hat\u2026<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Wie die \u00abfeminine\u00bb Seite in mir die Kompensation der verdr\u00e4ngten Gef\u00fchle ist, des sanften Teils in mir der w\u00e4hrend meiner Kindheit kaputt gegangen w\u00e4re, h\u00e4tte ich in nicht weggekifft.<\/li>\n\n\n\n<li>Wie der Hang zum Erniedrigt-Werden eigentlich eine Kompensation ist\u2026 eine Kompensation der Fassade als unantastbarer Superheld, der jeden Schwanzvergleich gewinnt und kaum Gef\u00fchle zeigt.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Und so konnte ich\u2026 konnten wir, Lily und ich\u2026 diese Seite von mir ausleben, ohne in eine Identifikation zu gehen. Wir konnten es tats\u00e4chlich so weit bringen, dass wir in diesem Setting Gef\u00fchle zu einer dritten Person zulassen konnten \u2013 was immer meiner Fantasie entsprach\u2026 Dem \u00abtiefsten\u00bb Punkt dieses Abgrundes\u2026 und es sich dennoch einfach nur leicht und spielerisch anf\u00fchlte. Eben ohne zu einem Teil der Pers\u00f6nlichkeit zu werden. DAS war der erste Schritt zur Aufl\u00f6sung dieses Teils von mir.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch dazu werde ich in einem separaten Blogbeitrag mehr schreiben.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>LSD<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Der Weg zu Gott. Nicht zu Gott im religi\u00f6sen Sinn, die Religionen haben Gott get\u00f6tet, wie schon Nietzsche schrieb. Sondern zu Gott im Sinne von \u00abAlles-Was-Ist\u00bb.<\/p>\n\n\n\n<p>Weisst du, was \u00abS\u00fcnde\u00bb im biblischen Sinn bedeutet? Trennung. Die Trennung vom G\u00f6ttlichen. Gott schuf den Menschen nach seinem Ebenbild. Wir SIND Gott. In unserer Egoidentit\u00e4t sind wir von Gott im Sinne vom \u00abAlles-was-ist\u00bb, getrennt. Wir sind in der S\u00fcnde.<\/p>\n\n\n\n<p>LSD ist psychedelisch\u2026 l\u00f6st die Psyche auf\u2026 also das Ego\u2026 das ich\u2026 das Ding, das getrennt ist vom \u00abAlles-Was-Ist\u00bb\u2026 und pl\u00f6tzlich bist du bei Gott\u2026 du bist Gott\u2026 du bist Alles-Was-Ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Auf LSD habe ich meine verstorbenen Verwandten gesehen. Meinen Onkel, der 2019 Suizid begangen hat. Seine Eltern\u2026 die Eltern meines Vaters\u2026 Sie mochten sich nicht, als sie noch in der Trennung waren\u2026 in der Welt der Dualit\u00e4t, in der wir inkarniert sind\u2026 Sie sassen alle zusammen am Tisch. Der \u00abRaum\u00bb war von Liebe erf\u00fcllt. Ich sah meinen Urgrossvater\u2026 Grandp\u00e8re Georges\u2026 seinen Namen kannte ich vorher nicht. Du sagst ich habe mir das aufgrund der Droge eingebildet? Glaub mir, ich weiss es besser, ich war da.<\/p>\n\n\n\n<p>\u2026und da LSD meine Pers\u00f6nlichkeit ausl\u00f6schte, also das Ding, das aus Erfahrungen, Gelerntem\u2026 und aus Traumata besteht\u2026 waren damit auch meine sexuellen Neigungen einfach weg. Ich habe es versucht, das in diesem Zustand auszuleben. Doch ich verstand in dem Zustand nicht, wieso ich so etwas tun sollte. Daf\u00fcr konnte ich einfach \u00abnormalen\u00bb Sex mit Lily geniessen. Wobei das weit weg war von \u00abnormal\u00bb&#8230; von dem \u00abNormal\u00bb das ich bis dahin kannte. Es hatte eine Intensit\u00e4t, die ich noch nie erlebt hatte. Wir waren einander so nah wie noch nie. Weil kein Ego mehr da war, das uns getrennt hat. Es war absolut \u00fcberw\u00e4ltigend. Sie sagte danach zu mir \u00abDu warst noch nie so m\u00e4nnlich beim Sex wie gerade eben\u00bb.<\/p>\n\n\n\n<p>Und darum sind s\u00e4mtliche Sinneswahrnehmungen extrem gesch\u00e4rft auf LSD. Wenn du es noch nie genommen hast, kannst du dir gar nicht vorstellen was man alles sehen, h\u00f6ren und f\u00fchlen kann in dem Zustand. Wie Nahrung schmecken und riechen kann. Wahnsinn. Die Sinne sind dann so scharf, wie bei einem Tier\u2026 dessen Aufmerksamkeit voll und ganz bei seiner Sinneswahrnehmung ist \u2013 weil nicht der st\u00e4ndige Gedankenstrom 80% seiner Aufmerksamkeit beansprucht.<\/p>\n\n\n\n<p>Und es gab in dem Zustand auch gar nichts mehr \u00abzu bearbeiten\u00bb\u2026 denn ich wusste\u2026 erkannte, dass alles, was ich zu sein glaubte, eine reine Illusion ist. Ich war frei!<\/p>\n\n\n\n<p>Nach den Trips ist man jeweils wieder zur\u00fcck in der Ego-Identit\u00e4t und DAS kann dann f\u00fcr einen Menschen m\u00f6glicherweise sehr schwierig sein und in die totale (Identit\u00e4ts-) Krise f\u00fchren. Oder man erkennt eben seine Pers\u00f6nlichkeit (weisst du eigentlich, dass \u00abPers\u00f6nlichkeit\u00bb vom Lateinischen \u00abPersona\u00bb kommt, was so viel heisst wie \u00abMaske\u00bb?) als Illusion, als Gedankenkonstrukt. Auf ein Mal konnte ich loslassen. Loslassen und erwachen zu meinem wahren Selbst!<\/p>\n\n\n\n<p>Das bedingt aber auch eine gewisse \u00abNachbearbeitung\u00bb des Trips. Man versteht ihn oft erst danach\u2026 in den Tagen darauf setzt sich das Puzzle zusammen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Post Scriptum<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Heute ist mein 42. Geburtstag. Ich konnte kaum schlafen, nachdem ich gestern diesen Beitrag schon fast geschrieben hatte. Ich weine und bin erf\u00fcllt von tiefster Dankbarkeit. Dankbarkeit daf\u00fcr, dass ich in meinem Leben genau da bin, wo ich bin.<\/p>\n\n\n\n<p>Lily, ich danke dir, dass du mit mir meine D\u00e4monen erforscht hast, dass du so stark warst und bist, dass du das immer und immer wieder mit mir durchlebt hast, bis ich es erkennen und aufl\u00f6sen konnte. Ich weiss, dass es verdammt hart war f\u00fcr dich!<\/p>\n\n\n\n<p>Timo, mein Sohn, ich bin dir wahnsinnig dankbar daf\u00fcr, dass du mir gezeigt hast, wer ich wirklich bin. Dass du mich ermutigt hast, diesen Blog zu schreiben. Dass du mich so annimmst wie ich bin. F\u00fcr alle die Gipfel die wir zusammen bestiegen haben und die T\u00e4ler die wir durchschritten haben.<\/p>\n\n\n\n<p>Alisha, meine geliebte Tochter\u2026 du hast mich von Anfang an, als ich deine Mami kennengelernt habe, sofort in dein Herz geschlossen. Ich konnte mir damals nie vorstellen, dass mich jemals jemand irgendwie lieben kann. Doch du hast es getan. Es tut mir unendlich leid und macht mich traurig, dass ich damals nicht in der Lage war, deine Liebe zu erwidern.<\/p>\n\n\n\n<p>Angela; du hast mich so angenommen, wie ich war, in einer Zeit, in der ich nicht f\u00e4hig war zu f\u00fchlen und mich selbst nur ertragen konnte, wenn ich bekifft war. Und du hast mir unseren Sohn geschenkt. Danke!<\/p>\n\n\n\n<p>Mami\u2026 ich habe keine Worte mehr\u2026 letzte Weihnachten lagen wir einander in den Armen und weinten gemeinsam. Es war das erste Mal in meinem Leben, dass sich deine Umarmung richtig angef\u00fchlt hatte\u2026 weil es vielleicht das erste Mal war, dass wir einander wirklich gesp\u00fcrt haben\u2026 ich weiss es nicht genau, aber es war einer der sch\u00f6nsten Augenblicke meines Lebens! Vergiss bitte nie, was ich dir unter das Buchcover geschrieben habe!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Was Drogen mit mir, f\u00fcr mich und aus mir gemacht haben\u2026 Wie du aus Teil 1 weisst, spielten und spielen verschiedene Substanzen in meinem Leben eine Rolle\u2026 wenn du Teil 1 noch nicht gelesen hast, w\u00e4re es wohl f\u00fcr das Gesamtbild hilfreich, wenn du ihn zuerst liest&#8230; guckst du da: Meine Suchtgeschichte \u2013 Teil 1 &#8211; Goldener K\u00e4fig, offenes Zelt \u2026here we go\u2026 K\u00fcrzlich hatte ich ein Gespr\u00e4ch mit einer sehr guten Freundin\u2026 die zuf\u00e4lligerweise auch meine Coiffeuse ist (f\u00fcr die Deutschen; Friseurin)&#8230; Ich sagte, mehr im Scherz, zu ihr: Kokain hat es mir erm\u00f6glicht, meine sexuellen Abartigkeiten zuzulassen und auszuleben. MDMA erm\u00f6glichte mir, zu sehen, welche Pr\u00e4gungen und Traumata zu diesen \u00abAbartigkeiten\u00bb gef\u00fchrt haben\u2026 und LSD hat das Problem einfach aufgel\u00f6st. \u2026doch wir alle wissen, dass in jedem Scherz 90% Wahrheit stecken. Immer! Und das war der eigentliche Grund, wieso ich diese Artikelreihe schreibe\u2026 die Inspiration dazu\u2026 wir steigen direkt ein. Schau, dass du gut im Sattel sitzt, es wird ein wilder Ritt! Wer bin ich und wo komme ich her&#8230;? Ich bin in einem \u00abschwierigen\u00bb Elternhaus aufgewachsen. Das f\u00fchre ich hier nur kurz und oberfl\u00e4chlich zum allgemeinen Verst\u00e4ndnis aus \u2013 ich k\u00f6nnte B\u00fccher dar\u00fcber schreiben. Wir waren neuapostolisch und von daher schon mal eine ordentlich verkorkste Familie. Meine Mutter war schwer depressiv. Durch ihre kindliche\u2026 famili\u00e4re Pr\u00e4gung war\u2026 ist sie jedoch so gestrickt, dass sie Schw\u00e4che nie zeigt. Sie zeigte nie, wenn es ihr nicht gut geht. Doch das forderte ihren Tribut, unter anderem litt sie lange unter krasser Neurodermitis. Der Vater, ein Mensch voller Minderwertigkeitskomplexe. F\u00fcr meine Mutter das dritte Kind im Haus. Wir, mein Bruder und ich, waren f\u00fcr ihn eine Konkurrenz. Er war eigentlich allen im Haus unterlegen. Der Teppichklopfer war ein Erziehungsinstrument, das er gerne einsetzte. Meine Mutter hat das alles nicht mitgekriegt&#8230; oder nur teilweise\u2026 konnte sie auch gar nicht, sie f\u00fchrte ihren eigenen \u00dcberlebenskampf. Sie war physisch f\u00fcr uns da und war immer wahnsinnig stark. Doch emotional nicht zug\u00e4nglich&#8230; -> Meinen Eltern mache ich keinerlei Vorw\u00fcrfe, sie sind nicht freiwillig so geworden, wie sie sind. Und an dich, Mami: ich liebe dich aus tiefstem Herzen! ICH habe mir dich ausgesucht und das aus gutem Grund! Vor einigen Monaten bin ich mit der Literatur von Dr. Gabor Mat\u00e9 in Kontakt gekommen. Gabor Mat\u00e9 ist Arzt und renommierter Experte f\u00fcr Trauma, Sucht, Stress und (fr\u00fch-) kindliche Entwicklung. Falls du selber von diesen Themen betroffen bist\u2026 nein, auch wenn du es nicht bist\u2026 kann ich dir seine Literatur w\u00e4rmstens empfehlen. Ich habe seine B\u00fccher verschlungen. Dadurch wurde mir sehr vieles klar. Unter anderem: \u2026das w\u00e4re nur mal ein ganz grober \u00dcberblick. Ich will hier aufzeigen, was mir klar wurde\u2026 THC, Nikotin und Alkohol\u2026 \u2026unterdr\u00fccken Emotionen. Ja! Tun sie! Der Kiffer wird das vehement abstreiten. Stimmt aber trotzdem. Und das war mein Segen. Denn durch das Kiffen habe ich mich vor der Emotion meiner Eltern gesch\u00fctzt. Dadurch habe ich mich von der Depression meiner Mutter abgegrenzt. Das ist mir mittlerweile v\u00f6llig klar. Wie gesagt, ich kann hier nicht die ganzen B\u00fccher von Gabor Mat\u00e9 zitieren, es ist lediglich ein Blogbeitrag. Was mir aber noch nicht klar ist\u2026 und das ist sehr spannend und wird mir jetzt hier in dem Moment beim Schreiben klar\u2026 ich habe keine klare Erinnerung mehr an die Teppichklopfer-Sessions mit meinem Vater. Mein Bruder schon. Er kann sich sehr gut erinnern. Ich erinnere mich nur an einen Moment, das war als mein Bruder und ich mit heruntergelassener Hose vor dem Bett kniend darauf warteten, dass er mit dem Teppichklopfer ins Zimmer kommt. Ich sehe uns von aussen, nicht aus meiner Ich-Perspektive. Und das ist etwas, das viele Traumapatienten berichten, dass sie das Erlebte aus einer externen Perspektive erinnern. Dass sie ihren K\u00f6rper w\u00e4hrend dem Erlebnis verlassen hatten. Ich habe \u2013 w\u00e4hrend ich das schreibe \u2013 zum ersten Mal Tr\u00e4nen in den Augen, wenn ich daran denke. Bisher redete ich immer v\u00f6llig n\u00fcchtern dar\u00fcber. Diese Erinnerung und die damit verbundene Emotion ist irgendwo tief in mir vergraben und abgeschnitten. DAS ist Trauma. Eine vernarbte Wunde. Narbengewebe ist hart und undurchl\u00e4ssig. Das Narbengewebe ist aber bereits weicher geworden\u2026 sp\u00e4ter mehr dazu. Wir bleiben noch etwas beim Kiffen. Wenn ich kiffe\u2026 damit meine ich die Phasen, in denen ich kiffe\u2026 kiffte\u2026 waren auch Phasen, in denen ich zu depressiven Verstimmungen neigte. Phasen in denen ich eher unsicher und \u00e4ngstlich war. In denen ich meine Grenzen nicht zog. In denen ich mir alles gefallen liess, um nicht jemanden zu ver\u00e4rgern\u2026 um ganz sicher akzeptiert zu werden (auch das ist etwas das Gabor Mat\u00e9 ausf\u00fchrlich beschreibt; der Konflikt des Kindes zwischen Authentizit\u00e4t und Akzeptanz \u2013 das eigentliche Hauptthema meines Blogs). Wenn ich nicht kiffe, bin ich der lebensbejahende, fr\u00f6hliche und energiegeladene Mensch, der ich eigentlich zu sein glaube. Dann werde ich aktiv, kreativ\u2026 und es entsteht ein neues Ich. Und das macht mir manchmal Angst. Hast du meinen Blogbeitrag zur \u00abReise\u00bb gelesen? Eine kleine Reise, allein, zu Hause\u2026 &#8211; Goldener K\u00e4fig, offenes Zelt Aktuell bin ich seit 9 Tagen clean. Ich f\u00fchle so vieles\u2026 mein Kopf ist so klar wie noch nie\u2026 ich schreibe einen Blogbeitrag nach dem anderen und habe bereits die n\u00e4chsten 20 Beitr\u00e4ge im Kopf parat. Es ist wundervoll. Ich habe Energie. Und zum ersten Mal in meinem Leben, verwende ich diese Energie nicht in v\u00f6llig \u00fcbertriebenem Sport der \u2013 wie ich auch schon ausgef\u00fchrt habe \u2013 genau so ein Suchtmechanismus ist, wie THC und Nikotin&#8230; und die \u00fcbertriebene Identifikation mit pathologischen sexuellen Neigungen. Fazit zum THC: Das hatte in der Vergangenheit einen Nutzen \u2013 jetzt h\u00e4lt es mich h\u00f6chstens in der Vergangenheit fest. Ich darf es loslassen. Kokain Das ist hier keine wissenschaftliche Abhandlung, sondern ich gebe meine pers\u00f6nliche Erfahrung wieder. Ich halte Kokain f\u00fcr eine der gef\u00e4hrlichsten Substanzen \u00fcberhaupt. Im dritten Teil dieser Reihe werde ich darauf genauer eingehen. Sie hat mir aber auch etwas gebracht. Ich konnte meine sexuellen Neigungen, die ich bis dahin tief in mir versteckt hatte\u2026 die ich sogar vor mir selbst versteckt hatte \u2013 ich habe mir zwischendurch erlaubt, mir auf diese Phantasien einen runterzuholen, es dann aber sofort wieder voller Scham verdr\u00e4ngt \u2013 auf ein Mal akzeptieren. Ich konnte auf Koks sogar mit Lily dar\u00fcber reden, obwohl f\u00fcr sie sexuell devote M\u00e4nner ein no-go waren\u2026 M\u00e4nner in Frauenkleidung erst recht. Und dennoch. Ich wusste, dass das etwas ist, das irgendwann raus musste. Ich wusste damals noch nicht, dass es etwas Pathologisches ist\u2026 dass das ein Ausdruck eines Traumas ist. Ich wusste nur, dass es ein Teil von mir ist, der irgendwie, irgendwann gesehen werden musste (damals noch in dem Sinne, dass diese Neigung in der Beziehung ausgelebt werden k\u00f6nnen muss). Durch Kokain war ich angstfrei genug und selbstsicher, sodass ich das Lily gegen\u00fcber aussprechen konnte. Und sie hat mir zugeh\u00f6rt. Sie konnte sogar Gefallen daran finden. Und so konnten wir anfangen, das gemeinsam auszuleben\u2026 oder es zumindest zu versuchen. Und immer und immer wieder dar\u00fcber reden\u2026 tiefer und tiefer. mit der Zeit sogar ohne Koks. Und so konnten wir etwas ans Licht holen, das sonst niemals gesehen worden w\u00e4re. Und das hat schlussendlich dazu gef\u00fchrt, es anzuschauen, kennenzulernen\u2026 es hat Raum gekriegt. Und das hat schlussendlich weitere T\u00fcren ge\u00f6ffnet. Denn, solange ein Trauma gar nicht im Bewusstsein ist, kann es ja auch nicht \u00abbearbeitet\u00bb werden, k\u00f6nnen die Hintergr\u00fcnde\u2026 der Ursprung davon auch nicht erkannt werden. Aber! Koks verst\u00e4rkt nach meiner Erfahrung das Ego\u2026 die Pers\u00f6nlichkeitsstruktur\u2026 und damit auch die pathologischen Aspekte. Auf Koks dachte ich, ich k\u00f6nnte jetzt definitiv und f\u00fcr immer der feminisierte, keuschgehaltene Cuckold bleiben. Und das akzeptieren. Gut finden. Wir blieben immer jeweils einige Wochen in diesem \u00abSpiel\u00bb\u2026 doch es waren immer finstere Zeiten, in denen alles andere im Leben an Stellenwert verlor. Der Sport, die Kinder\u2026 alles r\u00fcckte in den Hintergrund. Irgendwann trat Lily immer ganz automatisch auf die Bremse, weil sie die pathologischen Aspekte dieser Neigung erkannte. Das l\u00f6ste in mir im ersten Moment jeweils grosse Frustration aus\u2026 doch es war zugleich ein Erwachen aus einem finsteren Traum. Ich sehe unterdessen in sexuellen Neigungen ein Instrument zur Pers\u00f6nlichkeitsentwicklung. Sexuelle Neigungen k\u00f6nnen Verdr\u00e4ngtes ans Licht holen und somit Heilung bewirken. Dazu werde ich auch noch ausf\u00fchrlich schreiben\u2026 dies ist nicht der Post daf\u00fcr. MDMA Meine Lieblingssubstanz und diejenige, auf die ich nie verzichten wollen w\u00fcrde. Auch wenn ich sie eigentlich nicht mehr brauche, da sie ihren Dienst f\u00fcr mich getan hat\u2026 wobei, es gibt noch mehr aufzur\u00e4umen\u2026 MDMA wird in der Traumatherapie wieder erforscht, da die Substanz dazu f\u00fchrt, dass die Patienten \u00fcber ihre traumatischen Erlebnisse sprechen k\u00f6nnen\u2026 oder sich \u00fcberhaupt damit besch\u00e4ftigen k\u00f6nnen, ohne von den damit verbundenen Emotionen \u00fcberw\u00e4ltigt zu werden und sich wieder abzukapseln. Das mal sehr vereinfacht dargestellt, wer wirklich mehr wissen will, findet selber eine F\u00fclle an Informationen im Netz. Es ist sicher nicht der richtige Weg, dies als Selbstmedikation anzuwenden\u2026 und doch hat es mir aufgezeigt, woher diese Neigungen kommen. Es hat mir Zugang zu meinen verborgenen\u2026 verdr\u00e4ngten Emotionen verschafft. Ich konnte in die Rolle gehen, die mit dieser Neigung verbunden ist und mich quasi \u00abdarin umsehen\u00bb. Schauen was diese Neigung verursacht hat\u2026 Und so konnte ich\u2026 konnten wir, Lily und ich\u2026 diese Seite von mir ausleben, ohne in eine Identifikation zu gehen. Wir konnten es tats\u00e4chlich so weit bringen, dass wir in diesem Setting Gef\u00fchle zu einer dritten Person zulassen konnten \u2013 was immer meiner Fantasie entsprach\u2026 Dem \u00abtiefsten\u00bb Punkt dieses Abgrundes\u2026 und es sich dennoch einfach nur leicht und spielerisch anf\u00fchlte. Eben ohne zu einem Teil der Pers\u00f6nlichkeit zu werden. DAS war der erste Schritt zur Aufl\u00f6sung dieses Teils von mir. Auch dazu werde ich in einem separaten Blogbeitrag mehr schreiben. LSD Der Weg zu Gott. Nicht zu Gott im religi\u00f6sen Sinn, die Religionen haben Gott get\u00f6tet, wie schon Nietzsche schrieb. Sondern zu Gott im Sinne von \u00abAlles-Was-Ist\u00bb. Weisst du, was \u00abS\u00fcnde\u00bb im biblischen Sinn bedeutet? Trennung. Die Trennung vom G\u00f6ttlichen. Gott schuf den Menschen nach seinem Ebenbild. Wir SIND Gott. In unserer Egoidentit\u00e4t sind wir von Gott im Sinne vom \u00abAlles-was-ist\u00bb, getrennt. Wir sind in der S\u00fcnde. LSD ist psychedelisch\u2026 l\u00f6st die Psyche auf\u2026 also das Ego\u2026 das ich\u2026 das Ding, das getrennt ist vom \u00abAlles-Was-Ist\u00bb\u2026 und pl\u00f6tzlich bist du bei Gott\u2026 du bist Gott\u2026 du bist Alles-Was-Ist. Auf LSD habe ich meine verstorbenen Verwandten gesehen. Meinen Onkel, der 2019 Suizid begangen hat. Seine Eltern\u2026 die Eltern meines Vaters\u2026 Sie mochten sich nicht, als sie noch in der Trennung waren\u2026 in der Welt der Dualit\u00e4t, in der wir inkarniert sind\u2026 Sie sassen alle zusammen am Tisch. Der \u00abRaum\u00bb war von Liebe erf\u00fcllt. Ich sah meinen Urgrossvater\u2026 Grandp\u00e8re Georges\u2026 seinen Namen kannte ich vorher nicht. Du sagst ich habe mir das aufgrund der Droge eingebildet? Glaub mir, ich weiss es besser, ich war da. \u2026und da LSD meine Pers\u00f6nlichkeit ausl\u00f6schte, also das Ding, das aus Erfahrungen, Gelerntem\u2026 und aus Traumata besteht\u2026 waren damit auch meine sexuellen Neigungen einfach weg. Ich habe es versucht, das in diesem Zustand auszuleben. Doch ich verstand in dem Zustand nicht, wieso ich so etwas tun sollte. Daf\u00fcr konnte ich einfach \u00abnormalen\u00bb Sex mit Lily geniessen. Wobei das weit weg war von \u00abnormal\u00bb&#8230; von dem \u00abNormal\u00bb das ich bis dahin kannte. Es hatte eine Intensit\u00e4t, die ich noch nie erlebt hatte. Wir waren einander so nah wie noch nie. Weil kein Ego mehr da war, das uns getrennt hat. Es war absolut \u00fcberw\u00e4ltigend. Sie sagte danach zu mir \u00abDu warst noch nie so m\u00e4nnlich beim Sex wie gerade eben\u00bb. Und darum sind s\u00e4mtliche Sinneswahrnehmungen extrem gesch\u00e4rft auf LSD. Wenn du es noch nie genommen hast, kannst du dir gar nicht vorstellen was man alles sehen, h\u00f6ren und f\u00fchlen kann in dem Zustand. Wie Nahrung schmecken und riechen kann. Wahnsinn. Die Sinne sind dann so scharf, wie bei einem Tier\u2026 dessen Aufmerksamkeit voll und ganz bei seiner Sinneswahrnehmung ist \u2013 weil nicht der st\u00e4ndige Gedankenstrom 80% seiner Aufmerksamkeit beansprucht. Und es gab in dem Zustand auch gar nichts mehr \u00abzu bearbeiten\u00bb\u2026 denn ich wusste\u2026 erkannte, dass alles, was ich zu sein glaubte, eine reine Illusion ist. Ich war frei! 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MDMA erm\u00f6glichte mir, zu sehen, welche Pr\u00e4gungen und Traumata zu diesen \u00abAbartigkeiten\u00bb gef\u00fchrt haben\u2026 und LSD hat das Problem einfach aufgel\u00f6st. \u2026doch wir alle wissen, dass in jedem Scherz 90% Wahrheit stecken. Immer! Und das war der eigentliche Grund, wieso ich diese Artikelreihe schreibe\u2026 die Inspiration dazu\u2026 wir steigen direkt ein. Schau, dass du gut im Sattel sitzt, es wird ein wilder Ritt! Wer bin ich und wo komme ich her&#8230;? Ich bin in einem \u00abschwierigen\u00bb Elternhaus aufgewachsen. Das f\u00fchre ich hier nur kurz und oberfl\u00e4chlich zum allgemeinen Verst\u00e4ndnis aus \u2013 ich k\u00f6nnte B\u00fccher dar\u00fcber schreiben. Wir waren neuapostolisch und von daher schon mal eine ordentlich verkorkste Familie. Meine Mutter war schwer depressiv. Durch ihre kindliche\u2026 famili\u00e4re Pr\u00e4gung war\u2026 ist sie jedoch so gestrickt, dass sie Schw\u00e4che nie zeigt. Sie zeigte nie, wenn es ihr nicht gut geht. Doch das forderte ihren Tribut, unter anderem litt sie lange unter krasser Neurodermitis. Der Vater, ein Mensch voller Minderwertigkeitskomplexe. F\u00fcr meine Mutter das dritte Kind im Haus. Wir, mein Bruder und ich, waren f\u00fcr ihn eine Konkurrenz. Er war eigentlich allen im Haus unterlegen. Der Teppichklopfer war ein Erziehungsinstrument, das er gerne einsetzte. Meine Mutter hat das alles nicht mitgekriegt&#8230; oder nur teilweise\u2026 konnte sie auch gar nicht, sie f\u00fchrte ihren eigenen \u00dcberlebenskampf. Sie war physisch f\u00fcr uns da und war immer wahnsinnig stark. Doch emotional nicht zug\u00e4nglich&#8230; -&gt; Meinen Eltern mache ich keinerlei Vorw\u00fcrfe, sie sind nicht freiwillig so geworden, wie sie sind. Und an dich, Mami: ich liebe dich aus tiefstem Herzen! ICH habe mir dich ausgesucht und das aus gutem Grund! Vor einigen Monaten bin ich mit der Literatur von Dr. Gabor Mat\u00e9 in Kontakt gekommen. Gabor Mat\u00e9 ist Arzt und renommierter Experte f\u00fcr Trauma, Sucht, Stress und (fr\u00fch-) kindliche Entwicklung. Falls du selber von diesen Themen betroffen bist\u2026 nein, auch wenn du es nicht bist\u2026 kann ich dir seine Literatur w\u00e4rmstens empfehlen. Ich habe seine B\u00fccher verschlungen. Dadurch wurde mir sehr vieles klar. Unter anderem: \u2026das w\u00e4re nur mal ein ganz grober \u00dcberblick. Ich will hier aufzeigen, was mir klar wurde\u2026 THC, Nikotin und Alkohol\u2026 \u2026unterdr\u00fccken Emotionen. Ja! Tun sie! Der Kiffer wird das vehement abstreiten. Stimmt aber trotzdem. Und das war mein Segen. Denn durch das Kiffen habe ich mich vor der Emotion meiner Eltern gesch\u00fctzt. Dadurch habe ich mich von der Depression meiner Mutter abgegrenzt. Das ist mir mittlerweile v\u00f6llig klar. Wie gesagt, ich kann hier nicht die ganzen B\u00fccher von Gabor Mat\u00e9 zitieren, es ist lediglich ein Blogbeitrag. Was mir aber noch nicht klar ist\u2026 und das ist sehr spannend und wird mir jetzt hier in dem Moment beim Schreiben klar\u2026 ich habe keine klare Erinnerung mehr an die Teppichklopfer-Sessions mit meinem Vater. Mein Bruder schon. Er kann sich sehr gut erinnern. Ich erinnere mich nur an einen Moment, das war als mein Bruder und ich mit heruntergelassener Hose vor dem Bett kniend darauf warteten, dass er mit dem Teppichklopfer ins Zimmer kommt. Ich sehe uns von aussen, nicht aus meiner Ich-Perspektive. Und das ist etwas, das viele Traumapatienten berichten, dass sie das Erlebte aus einer externen Perspektive erinnern. Dass sie ihren K\u00f6rper w\u00e4hrend dem Erlebnis verlassen hatten. Ich habe \u2013 w\u00e4hrend ich das schreibe \u2013 zum ersten Mal Tr\u00e4nen in den Augen, wenn ich daran denke. Bisher redete ich immer v\u00f6llig n\u00fcchtern dar\u00fcber. Diese Erinnerung und die damit verbundene Emotion ist irgendwo tief in mir vergraben und abgeschnitten. DAS ist Trauma. Eine vernarbte Wunde. Narbengewebe ist hart und undurchl\u00e4ssig. Das Narbengewebe ist aber bereits weicher geworden\u2026 sp\u00e4ter mehr dazu. Wir bleiben noch etwas beim Kiffen. Wenn ich kiffe\u2026 damit meine ich die Phasen, in denen ich kiffe\u2026 kiffte\u2026 waren auch Phasen, in denen ich zu depressiven Verstimmungen neigte. Phasen in denen ich eher unsicher und \u00e4ngstlich war. In denen ich meine Grenzen nicht zog. In denen ich mir alles gefallen liess, um nicht jemanden zu ver\u00e4rgern\u2026 um ganz sicher akzeptiert zu werden (auch das ist etwas das Gabor Mat\u00e9 ausf\u00fchrlich beschreibt; der Konflikt des Kindes zwischen Authentizit\u00e4t und Akzeptanz \u2013 das eigentliche Hauptthema meines Blogs). Wenn ich nicht kiffe, bin ich der lebensbejahende, fr\u00f6hliche und energiegeladene Mensch, der ich eigentlich zu sein glaube. Dann werde ich aktiv, kreativ\u2026 und es entsteht ein neues Ich. Und das macht mir manchmal Angst. Hast du meinen Blogbeitrag zur \u00abReise\u00bb gelesen? Eine kleine Reise, allein, zu Hause\u2026 &#8211; Goldener K\u00e4fig, offenes Zelt Aktuell bin ich seit 9 Tagen clean. Ich f\u00fchle so vieles\u2026 mein Kopf ist so klar wie noch nie\u2026 ich schreibe einen Blogbeitrag nach dem anderen und habe bereits die n\u00e4chsten 20 Beitr\u00e4ge im Kopf parat. Es ist wundervoll. Ich habe Energie. Und zum ersten Mal in meinem Leben, verwende ich diese Energie nicht in v\u00f6llig \u00fcbertriebenem Sport der \u2013 wie ich auch schon ausgef\u00fchrt habe \u2013 genau so ein Suchtmechanismus ist, wie THC und Nikotin&#8230; und die \u00fcbertriebene Identifikation mit pathologischen sexuellen Neigungen. Fazit zum THC: Das hatte in der Vergangenheit einen Nutzen \u2013 jetzt h\u00e4lt es mich h\u00f6chstens in der Vergangenheit fest. Ich darf es loslassen. Kokain Das ist hier keine wissenschaftliche Abhandlung, sondern ich gebe meine pers\u00f6nliche Erfahrung wieder. Ich halte Kokain f\u00fcr eine der gef\u00e4hrlichsten Substanzen \u00fcberhaupt. Im dritten Teil dieser Reihe werde ich darauf genauer eingehen. Sie hat mir aber auch etwas gebracht. Ich konnte meine sexuellen Neigungen, die ich bis dahin tief in mir versteckt hatte\u2026 die ich sogar vor mir selbst versteckt hatte \u2013 ich habe mir zwischendurch erlaubt, mir auf diese Phantasien einen runterzuholen, es dann aber sofort wieder voller Scham verdr\u00e4ngt \u2013 auf ein Mal akzeptieren. Ich konnte auf Koks sogar mit Lily dar\u00fcber reden, obwohl f\u00fcr sie sexuell devote M\u00e4nner ein no-go waren\u2026 M\u00e4nner in Frauenkleidung erst recht. Und dennoch. Ich wusste, dass das etwas ist, das irgendwann raus musste. Ich wusste damals noch nicht, dass es etwas Pathologisches ist\u2026 dass das ein Ausdruck eines Traumas ist. Ich wusste nur, dass es ein Teil von mir ist, der irgendwie, irgendwann gesehen werden musste (damals noch in dem Sinne, dass diese Neigung in der Beziehung ausgelebt werden k\u00f6nnen muss). Durch Kokain war ich angstfrei genug und selbstsicher, sodass ich das Lily gegen\u00fcber aussprechen konnte. Und sie hat mir zugeh\u00f6rt. Sie konnte sogar Gefallen daran finden. Und so konnten wir anfangen, das gemeinsam auszuleben\u2026 oder es zumindest zu versuchen. Und immer und immer wieder dar\u00fcber reden\u2026 tiefer und tiefer. mit der Zeit sogar ohne Koks. Und so konnten wir etwas ans Licht holen, das sonst niemals gesehen worden w\u00e4re. Und das hat schlussendlich dazu gef\u00fchrt, es anzuschauen, kennenzulernen\u2026 es hat Raum gekriegt. Und das hat schlussendlich weitere T\u00fcren ge\u00f6ffnet. Denn, solange ein Trauma gar nicht im Bewusstsein ist, kann es ja auch nicht \u00abbearbeitet\u00bb werden, k\u00f6nnen die Hintergr\u00fcnde\u2026 der Ursprung davon auch nicht erkannt werden. Aber! Koks verst\u00e4rkt nach meiner Erfahrung das Ego\u2026 die Pers\u00f6nlichkeitsstruktur\u2026 und damit auch die pathologischen Aspekte. Auf Koks dachte ich, ich k\u00f6nnte jetzt definitiv und f\u00fcr immer der feminisierte, keuschgehaltene Cuckold bleiben. Und das akzeptieren. Gut finden. Wir blieben immer jeweils einige Wochen in diesem \u00abSpiel\u00bb\u2026 doch es waren immer finstere Zeiten, in denen alles andere im Leben an Stellenwert verlor. Der Sport, die Kinder\u2026 alles r\u00fcckte in den Hintergrund. Irgendwann trat Lily immer ganz automatisch auf die Bremse, weil sie die pathologischen Aspekte dieser Neigung erkannte. Das l\u00f6ste in mir im ersten Moment jeweils grosse Frustration aus\u2026 doch es war zugleich ein Erwachen aus einem finsteren Traum. Ich sehe unterdessen in sexuellen Neigungen ein Instrument zur Pers\u00f6nlichkeitsentwicklung. Sexuelle Neigungen k\u00f6nnen Verdr\u00e4ngtes ans Licht holen und somit Heilung bewirken. Dazu werde ich auch noch ausf\u00fchrlich schreiben\u2026 dies ist nicht der Post daf\u00fcr. MDMA Meine Lieblingssubstanz und diejenige, auf die ich nie verzichten wollen w\u00fcrde. Auch wenn ich sie eigentlich nicht mehr brauche, da sie ihren Dienst f\u00fcr mich getan hat\u2026 wobei, es gibt noch mehr aufzur\u00e4umen\u2026 MDMA wird in der Traumatherapie wieder erforscht, da die Substanz dazu f\u00fchrt, dass die Patienten \u00fcber ihre traumatischen Erlebnisse sprechen k\u00f6nnen\u2026 oder sich \u00fcberhaupt damit besch\u00e4ftigen k\u00f6nnen, ohne von den damit verbundenen Emotionen \u00fcberw\u00e4ltigt zu werden und sich wieder abzukapseln. Das mal sehr vereinfacht dargestellt, wer wirklich mehr wissen will, findet selber eine F\u00fclle an Informationen im Netz. Es ist sicher nicht der richtige Weg, dies als Selbstmedikation anzuwenden\u2026 und doch hat es mir aufgezeigt, woher diese Neigungen kommen. Es hat mir Zugang zu meinen verborgenen\u2026 verdr\u00e4ngten Emotionen verschafft. Ich konnte in die Rolle gehen, die mit dieser Neigung verbunden ist und mich quasi \u00abdarin umsehen\u00bb. Schauen was diese Neigung verursacht hat\u2026 Und so konnte ich\u2026 konnten wir, Lily und ich\u2026 diese Seite von mir ausleben, ohne in eine Identifikation zu gehen. Wir konnten es tats\u00e4chlich so weit bringen, dass wir in diesem Setting Gef\u00fchle zu einer dritten Person zulassen konnten \u2013 was immer meiner Fantasie entsprach\u2026 Dem \u00abtiefsten\u00bb Punkt dieses Abgrundes\u2026 und es sich dennoch einfach nur leicht und spielerisch anf\u00fchlte. Eben ohne zu einem Teil der Pers\u00f6nlichkeit zu werden. DAS war der erste Schritt zur Aufl\u00f6sung dieses Teils von mir. Auch dazu werde ich in einem separaten Blogbeitrag mehr schreiben. LSD Der Weg zu Gott. Nicht zu Gott im religi\u00f6sen Sinn, die Religionen haben Gott get\u00f6tet, wie schon Nietzsche schrieb. Sondern zu Gott im Sinne von \u00abAlles-Was-Ist\u00bb. Weisst du, was \u00abS\u00fcnde\u00bb im biblischen Sinn bedeutet? Trennung. Die Trennung vom G\u00f6ttlichen. Gott schuf den Menschen nach seinem Ebenbild. Wir SIND Gott. In unserer Egoidentit\u00e4t sind wir von Gott im Sinne vom \u00abAlles-was-ist\u00bb, getrennt. Wir sind in der S\u00fcnde. LSD ist psychedelisch\u2026 l\u00f6st die Psyche auf\u2026 also das Ego\u2026 das ich\u2026 das Ding, das getrennt ist vom \u00abAlles-Was-Ist\u00bb\u2026 und pl\u00f6tzlich bist du bei Gott\u2026 du bist Gott\u2026 du bist Alles-Was-Ist. Auf LSD habe ich meine verstorbenen Verwandten gesehen. Meinen Onkel, der 2019 Suizid begangen hat. Seine Eltern\u2026 die Eltern meines Vaters\u2026 Sie mochten sich nicht, als sie noch in der Trennung waren\u2026 in der Welt der Dualit\u00e4t, in der wir inkarniert sind\u2026 Sie sassen alle zusammen am Tisch. Der \u00abRaum\u00bb war von Liebe erf\u00fcllt. Ich sah meinen Urgrossvater\u2026 Grandp\u00e8re Georges\u2026 seinen Namen kannte ich vorher nicht. Du sagst ich habe mir das aufgrund der Droge eingebildet? Glaub mir, ich weiss es besser, ich war da. \u2026und da LSD meine Pers\u00f6nlichkeit ausl\u00f6schte, also das Ding, das aus Erfahrungen, Gelerntem\u2026 und aus Traumata besteht\u2026 waren damit auch meine sexuellen Neigungen einfach weg. Ich habe es versucht, das in diesem Zustand auszuleben. Doch ich verstand in dem Zustand nicht, wieso ich so etwas tun sollte. Daf\u00fcr konnte ich einfach \u00abnormalen\u00bb Sex mit Lily geniessen. Wobei das weit weg war von \u00abnormal\u00bb&#8230; von dem \u00abNormal\u00bb das ich bis dahin kannte. Es hatte eine Intensit\u00e4t, die ich noch nie erlebt hatte. Wir waren einander so nah wie noch nie. Weil kein Ego mehr da war, das uns getrennt hat. Es war absolut \u00fcberw\u00e4ltigend. Sie sagte danach zu mir \u00abDu warst noch nie so m\u00e4nnlich beim Sex wie gerade eben\u00bb. Und darum sind s\u00e4mtliche Sinneswahrnehmungen extrem gesch\u00e4rft auf LSD. Wenn du es noch nie genommen hast, kannst du dir gar nicht vorstellen was man alles sehen, h\u00f6ren und f\u00fchlen kann in dem Zustand. Wie Nahrung schmecken und riechen kann. Wahnsinn. Die Sinne sind dann so scharf, wie bei einem Tier\u2026 dessen Aufmerksamkeit voll und ganz bei seiner Sinneswahrnehmung ist \u2013 weil nicht der st\u00e4ndige Gedankenstrom 80% seiner Aufmerksamkeit beansprucht. Und es gab in dem Zustand auch gar nichts mehr \u00abzu bearbeiten\u00bb\u2026 denn ich wusste\u2026 erkannte, dass alles, was ich zu sein glaubte, eine reine Illusion ist. Ich war frei! 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guckst du da: Meine Suchtgeschichte \u2013 Teil 1 &#8211; Goldener K\u00e4fig, offenes Zelt \u2026here we go\u2026 K\u00fcrzlich hatte ich ein Gespr\u00e4ch mit einer sehr guten Freundin\u2026 die zuf\u00e4lligerweise auch meine Coiffeuse ist (f\u00fcr die Deutschen; Friseurin)&#8230; Ich sagte, mehr im Scherz, zu ihr: Kokain hat es mir erm\u00f6glicht, meine sexuellen Abartigkeiten zuzulassen und auszuleben. MDMA erm\u00f6glichte mir, zu sehen, welche Pr\u00e4gungen und Traumata zu diesen \u00abAbartigkeiten\u00bb gef\u00fchrt haben\u2026 und LSD hat das Problem einfach aufgel\u00f6st. \u2026doch wir alle wissen, dass in jedem Scherz 90% Wahrheit stecken. Immer! Und das war der eigentliche Grund, wieso ich diese Artikelreihe schreibe\u2026 die Inspiration dazu\u2026 wir steigen direkt ein. Schau, dass du gut im Sattel sitzt, es wird ein wilder Ritt! Wer bin ich und wo komme ich her&#8230;? Ich bin in einem \u00abschwierigen\u00bb Elternhaus aufgewachsen. Das f\u00fchre ich hier nur kurz und oberfl\u00e4chlich zum allgemeinen Verst\u00e4ndnis aus \u2013 ich k\u00f6nnte B\u00fccher dar\u00fcber schreiben. Wir waren neuapostolisch und von daher schon mal eine ordentlich verkorkste Familie. Meine Mutter war schwer depressiv. Durch ihre kindliche\u2026 famili\u00e4re Pr\u00e4gung war\u2026 ist sie jedoch so gestrickt, dass sie Schw\u00e4che nie zeigt. Sie zeigte nie, wenn es ihr nicht gut geht. Doch das forderte ihren Tribut, unter anderem litt sie lange unter krasser Neurodermitis. Der Vater, ein Mensch voller Minderwertigkeitskomplexe. F\u00fcr meine Mutter das dritte Kind im Haus. Wir, mein Bruder und ich, waren f\u00fcr ihn eine Konkurrenz. Er war eigentlich allen im Haus unterlegen. Der Teppichklopfer war ein Erziehungsinstrument, das er gerne einsetzte. Meine Mutter hat das alles nicht mitgekriegt&#8230; oder nur teilweise\u2026 konnte sie auch gar nicht, sie f\u00fchrte ihren eigenen \u00dcberlebenskampf. Sie war physisch f\u00fcr uns da und war immer wahnsinnig stark. Doch emotional nicht zug\u00e4nglich&#8230; -> Meinen Eltern mache ich keinerlei Vorw\u00fcrfe, sie sind nicht freiwillig so geworden, wie sie sind. Und an dich, Mami: ich liebe dich aus tiefstem Herzen! ICH habe mir dich ausgesucht und das aus gutem Grund! Vor einigen Monaten bin ich mit der Literatur von Dr. Gabor Mat\u00e9 in Kontakt gekommen. Gabor Mat\u00e9 ist Arzt und renommierter Experte f\u00fcr Trauma, Sucht, Stress und (fr\u00fch-) kindliche Entwicklung. Falls du selber von diesen Themen betroffen bist\u2026 nein, auch wenn du es nicht bist\u2026 kann ich dir seine Literatur w\u00e4rmstens empfehlen. Ich habe seine B\u00fccher verschlungen. Dadurch wurde mir sehr vieles klar. Unter anderem: \u2026das w\u00e4re nur mal ein ganz grober \u00dcberblick. Ich will hier aufzeigen, was mir klar wurde\u2026 THC, Nikotin und Alkohol\u2026 \u2026unterdr\u00fccken Emotionen. Ja! Tun sie! Der Kiffer wird das vehement abstreiten. Stimmt aber trotzdem. Und das war mein Segen. Denn durch das Kiffen habe ich mich vor der Emotion meiner Eltern gesch\u00fctzt. Dadurch habe ich mich von der Depression meiner Mutter abgegrenzt. Das ist mir mittlerweile v\u00f6llig klar. Wie gesagt, ich kann hier nicht die ganzen B\u00fccher von Gabor Mat\u00e9 zitieren, es ist lediglich ein Blogbeitrag. Was mir aber noch nicht klar ist\u2026 und das ist sehr spannend und wird mir jetzt hier in dem Moment beim Schreiben klar\u2026 ich habe keine klare Erinnerung mehr an die Teppichklopfer-Sessions mit meinem Vater. Mein Bruder schon. Er kann sich sehr gut erinnern. Ich erinnere mich nur an einen Moment, das war als mein Bruder und ich mit heruntergelassener Hose vor dem Bett kniend darauf warteten, dass er mit dem Teppichklopfer ins Zimmer kommt. Ich sehe uns von aussen, nicht aus meiner Ich-Perspektive. Und das ist etwas, das viele Traumapatienten berichten, dass sie das Erlebte aus einer externen Perspektive erinnern. Dass sie ihren K\u00f6rper w\u00e4hrend dem Erlebnis verlassen hatten. Ich habe \u2013 w\u00e4hrend ich das schreibe \u2013 zum ersten Mal Tr\u00e4nen in den Augen, wenn ich daran denke. Bisher redete ich immer v\u00f6llig n\u00fcchtern dar\u00fcber. Diese Erinnerung und die damit verbundene Emotion ist irgendwo tief in mir vergraben und abgeschnitten. DAS ist Trauma. Eine vernarbte Wunde. Narbengewebe ist hart und undurchl\u00e4ssig. Das Narbengewebe ist aber bereits weicher geworden\u2026 sp\u00e4ter mehr dazu. Wir bleiben noch etwas beim Kiffen. Wenn ich kiffe\u2026 damit meine ich die Phasen, in denen ich kiffe\u2026 kiffte\u2026 waren auch Phasen, in denen ich zu depressiven Verstimmungen neigte. Phasen in denen ich eher unsicher und \u00e4ngstlich war. In denen ich meine Grenzen nicht zog. In denen ich mir alles gefallen liess, um nicht jemanden zu ver\u00e4rgern\u2026 um ganz sicher akzeptiert zu werden (auch das ist etwas das Gabor Mat\u00e9 ausf\u00fchrlich beschreibt; der Konflikt des Kindes zwischen Authentizit\u00e4t und Akzeptanz \u2013 das eigentliche Hauptthema meines Blogs). Wenn ich nicht kiffe, bin ich der lebensbejahende, fr\u00f6hliche und energiegeladene Mensch, der ich eigentlich zu sein glaube. Dann werde ich aktiv, kreativ\u2026 und es entsteht ein neues Ich. Und das macht mir manchmal Angst. Hast du meinen Blogbeitrag zur \u00abReise\u00bb gelesen? Eine kleine Reise, allein, zu Hause\u2026 &#8211; Goldener K\u00e4fig, offenes Zelt Aktuell bin ich seit 9 Tagen clean. Ich f\u00fchle so vieles\u2026 mein Kopf ist so klar wie noch nie\u2026 ich schreibe einen Blogbeitrag nach dem anderen und habe bereits die n\u00e4chsten 20 Beitr\u00e4ge im Kopf parat. Es ist wundervoll. Ich habe Energie. Und zum ersten Mal in meinem Leben, verwende ich diese Energie nicht in v\u00f6llig \u00fcbertriebenem Sport der \u2013 wie ich auch schon ausgef\u00fchrt habe \u2013 genau so ein Suchtmechanismus ist, wie THC und Nikotin&#8230; und die \u00fcbertriebene Identifikation mit pathologischen sexuellen Neigungen. Fazit zum THC: Das hatte in der Vergangenheit einen Nutzen \u2013 jetzt h\u00e4lt es mich h\u00f6chstens in der Vergangenheit fest. Ich darf es loslassen. Kokain Das ist hier keine wissenschaftliche Abhandlung, sondern ich gebe meine pers\u00f6nliche Erfahrung wieder. Ich halte Kokain f\u00fcr eine der gef\u00e4hrlichsten Substanzen \u00fcberhaupt. Im dritten Teil dieser Reihe werde ich darauf genauer eingehen. Sie hat mir aber auch etwas gebracht. Ich konnte meine sexuellen Neigungen, die ich bis dahin tief in mir versteckt hatte\u2026 die ich sogar vor mir selbst versteckt hatte \u2013 ich habe mir zwischendurch erlaubt, mir auf diese Phantasien einen runterzuholen, es dann aber sofort wieder voller Scham verdr\u00e4ngt \u2013 auf ein Mal akzeptieren. Ich konnte auf Koks sogar mit Lily dar\u00fcber reden, obwohl f\u00fcr sie sexuell devote M\u00e4nner ein no-go waren\u2026 M\u00e4nner in Frauenkleidung erst recht. Und dennoch. Ich wusste, dass das etwas ist, das irgendwann raus musste. Ich wusste damals noch nicht, dass es etwas Pathologisches ist\u2026 dass das ein Ausdruck eines Traumas ist. Ich wusste nur, dass es ein Teil von mir ist, der irgendwie, irgendwann gesehen werden musste (damals noch in dem Sinne, dass diese Neigung in der Beziehung ausgelebt werden k\u00f6nnen muss). Durch Kokain war ich angstfrei genug und selbstsicher, sodass ich das Lily gegen\u00fcber aussprechen konnte. Und sie hat mir zugeh\u00f6rt. Sie konnte sogar Gefallen daran finden. Und so konnten wir anfangen, das gemeinsam auszuleben\u2026 oder es zumindest zu versuchen. Und immer und immer wieder dar\u00fcber reden\u2026 tiefer und tiefer. mit der Zeit sogar ohne Koks. Und so konnten wir etwas ans Licht holen, das sonst niemals gesehen worden w\u00e4re. Und das hat schlussendlich dazu gef\u00fchrt, es anzuschauen, kennenzulernen\u2026 es hat Raum gekriegt. Und das hat schlussendlich weitere T\u00fcren ge\u00f6ffnet. Denn, solange ein Trauma gar nicht im Bewusstsein ist, kann es ja auch nicht \u00abbearbeitet\u00bb werden, k\u00f6nnen die Hintergr\u00fcnde\u2026 der Ursprung davon auch nicht erkannt werden. Aber! Koks verst\u00e4rkt nach meiner Erfahrung das Ego\u2026 die Pers\u00f6nlichkeitsstruktur\u2026 und damit auch die pathologischen Aspekte. Auf Koks dachte ich, ich k\u00f6nnte jetzt definitiv und f\u00fcr immer der feminisierte, keuschgehaltene Cuckold bleiben. Und das akzeptieren. Gut finden. Wir blieben immer jeweils einige Wochen in diesem \u00abSpiel\u00bb\u2026 doch es waren immer finstere Zeiten, in denen alles andere im Leben an Stellenwert verlor. Der Sport, die Kinder\u2026 alles r\u00fcckte in den Hintergrund. Irgendwann trat Lily immer ganz automatisch auf die Bremse, weil sie die pathologischen Aspekte dieser Neigung erkannte. Das l\u00f6ste in mir im ersten Moment jeweils grosse Frustration aus\u2026 doch es war zugleich ein Erwachen aus einem finsteren Traum. Ich sehe unterdessen in sexuellen Neigungen ein Instrument zur Pers\u00f6nlichkeitsentwicklung. Sexuelle Neigungen k\u00f6nnen Verdr\u00e4ngtes ans Licht holen und somit Heilung bewirken. Dazu werde ich auch noch ausf\u00fchrlich schreiben\u2026 dies ist nicht der Post daf\u00fcr. MDMA Meine Lieblingssubstanz und diejenige, auf die ich nie verzichten wollen w\u00fcrde. Auch wenn ich sie eigentlich nicht mehr brauche, da sie ihren Dienst f\u00fcr mich getan hat\u2026 wobei, es gibt noch mehr aufzur\u00e4umen\u2026 MDMA wird in der Traumatherapie wieder erforscht, da die Substanz dazu f\u00fchrt, dass die Patienten \u00fcber ihre traumatischen Erlebnisse sprechen k\u00f6nnen\u2026 oder sich \u00fcberhaupt damit besch\u00e4ftigen k\u00f6nnen, ohne von den damit verbundenen Emotionen \u00fcberw\u00e4ltigt zu werden und sich wieder abzukapseln. Das mal sehr vereinfacht dargestellt, wer wirklich mehr wissen will, findet selber eine F\u00fclle an Informationen im Netz. Es ist sicher nicht der richtige Weg, dies als Selbstmedikation anzuwenden\u2026 und doch hat es mir aufgezeigt, woher diese Neigungen kommen. Es hat mir Zugang zu meinen verborgenen\u2026 verdr\u00e4ngten Emotionen verschafft. Ich konnte in die Rolle gehen, die mit dieser Neigung verbunden ist und mich quasi \u00abdarin umsehen\u00bb. Schauen was diese Neigung verursacht hat\u2026 Und so konnte ich\u2026 konnten wir, Lily und ich\u2026 diese Seite von mir ausleben, ohne in eine Identifikation zu gehen. Wir konnten es tats\u00e4chlich so weit bringen, dass wir in diesem Setting Gef\u00fchle zu einer dritten Person zulassen konnten \u2013 was immer meiner Fantasie entsprach\u2026 Dem \u00abtiefsten\u00bb Punkt dieses Abgrundes\u2026 und es sich dennoch einfach nur leicht und spielerisch anf\u00fchlte. Eben ohne zu einem Teil der Pers\u00f6nlichkeit zu werden. DAS war der erste Schritt zur Aufl\u00f6sung dieses Teils von mir. Auch dazu werde ich in einem separaten Blogbeitrag mehr schreiben. LSD Der Weg zu Gott. Nicht zu Gott im religi\u00f6sen Sinn, die Religionen haben Gott get\u00f6tet, wie schon Nietzsche schrieb. Sondern zu Gott im Sinne von \u00abAlles-Was-Ist\u00bb. Weisst du, was \u00abS\u00fcnde\u00bb im biblischen Sinn bedeutet? Trennung. Die Trennung vom G\u00f6ttlichen. Gott schuf den Menschen nach seinem Ebenbild. Wir SIND Gott. In unserer Egoidentit\u00e4t sind wir von Gott im Sinne vom \u00abAlles-was-ist\u00bb, getrennt. Wir sind in der S\u00fcnde. LSD ist psychedelisch\u2026 l\u00f6st die Psyche auf\u2026 also das Ego\u2026 das ich\u2026 das Ding, das getrennt ist vom \u00abAlles-Was-Ist\u00bb\u2026 und pl\u00f6tzlich bist du bei Gott\u2026 du bist Gott\u2026 du bist Alles-Was-Ist. Auf LSD habe ich meine verstorbenen Verwandten gesehen. Meinen Onkel, der 2019 Suizid begangen hat. Seine Eltern\u2026 die Eltern meines Vaters\u2026 Sie mochten sich nicht, als sie noch in der Trennung waren\u2026 in der Welt der Dualit\u00e4t, in der wir inkarniert sind\u2026 Sie sassen alle zusammen am Tisch. Der \u00abRaum\u00bb war von Liebe erf\u00fcllt. Ich sah meinen Urgrossvater\u2026 Grandp\u00e8re Georges\u2026 seinen Namen kannte ich vorher nicht. Du sagst ich habe mir das aufgrund der Droge eingebildet? Glaub mir, ich weiss es besser, ich war da. \u2026und da LSD meine Pers\u00f6nlichkeit ausl\u00f6schte, also das Ding, das aus Erfahrungen, Gelerntem\u2026 und aus Traumata besteht\u2026 waren damit auch meine sexuellen Neigungen einfach weg. Ich habe es versucht, das in diesem Zustand auszuleben. Doch ich verstand in dem Zustand nicht, wieso ich so etwas tun sollte. Daf\u00fcr konnte ich einfach \u00abnormalen\u00bb Sex mit Lily geniessen. Wobei das weit weg war von \u00abnormal\u00bb&#8230; von dem \u00abNormal\u00bb das ich bis dahin kannte. Es hatte eine Intensit\u00e4t, die ich noch nie erlebt hatte. Wir waren einander so nah wie noch nie. Weil kein Ego mehr da war, das uns getrennt hat. Es war absolut \u00fcberw\u00e4ltigend. Sie sagte danach zu mir \u00abDu warst noch nie so m\u00e4nnlich beim Sex wie gerade eben\u00bb. Und darum sind s\u00e4mtliche Sinneswahrnehmungen extrem gesch\u00e4rft auf LSD. Wenn du es noch nie genommen hast, kannst du dir gar nicht vorstellen was man alles sehen, h\u00f6ren und f\u00fchlen kann in dem Zustand. Wie Nahrung schmecken und riechen kann. Wahnsinn. Die Sinne sind dann so scharf, wie bei einem Tier\u2026 dessen Aufmerksamkeit voll und ganz bei seiner Sinneswahrnehmung ist \u2013 weil nicht der st\u00e4ndige Gedankenstrom 80% seiner Aufmerksamkeit beansprucht. Und es gab in dem Zustand auch gar nichts mehr \u00abzu bearbeiten\u00bb\u2026 denn ich wusste\u2026 erkannte, dass alles, was ich zu sein glaubte, eine reine Illusion ist. Ich war frei! 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